News

Buchsbaumzünsler Info für unsere Kunden

Posted at 8. April 2013 | By : | Categories : News | Kommentare deaktiviert

Allgemeines
Auf Importpflanzen hat der ursprünglich aus Asien und Japan stammende Buchsbaumzünsler den Weg zu uns gefunden. Mittlerweile ist er im Großraum Heidelberg in sehr vielen Gärten und Grünanlagen zu finden.

Die eigentlichen Übeltäter sind nicht die Falter, sondern die glänzenden Raupen. Sie fressen an den Blättern und der grünen Rinde des Buchs und bringen so einzelne Pflanzen bis zum Absterben.

Um dies zu vermeiden, sind regelmäßige und gründliche Befallskontrollen unerlässlich!

Bereits sehr stark befallener Buchsbaum

Bereits sehr stark befallener Buchsbaum

Wie erkannt man den Schädling?

Die Raupe ist je nach Alter zwischen 9 mm und 6 cm groß. Mit ihren feinen grünen und schwarzen Längsstreifen sowie den schwarzen Punkten sind die Raupen gut von anderen Schädlingen zu unterscheiden. Die Raupen lassen sich auf den Blättern im Innern der Buchspflanze nieder und beginnen, an den Trieben die Blätter abzufressen. Oft spinnen sie größere Blätter oder kleinere Zweige zusammen und verstecken sich in diesen Gespinsten.

Raupe, kurz vor der Verpuppung

Raupe, kurz vor der Verpuppung

Wenige Tage nach der Verpuppung schlüpfen die Falter. Diese erreichen eine Flügelspannweite von etwa 40 bis 45 Millimetern. Die Flügel sind zumeist seidig weiß gefärbt und mit einem breiten braunen Band am Vorderrand sowie am Saum versehen.

Adulter Falter

Adulter Falter

Nach der Paarung folgt die Eiablage und schon bald schlüpft die nächste Generation. Ein Schmetterling kann bis zu vier Generationen in einem Jahr hervorbringen. Daher ist es wichtig, die Befallskontrollen ab März bis Ende November regelmäßig durchzuführen!

Nach Möglichkeit, sollten die Kontrollen in wöchentlichen bzw. vierzehntägigen Abständen erfolgen.

Bekämpfung
Bei einem geringen Befall genügt es oft, die Raupen von den Büschen abzusammeln oder die Gespinste komplett herauszuschneiden. Sie werden über den Hausmüll entsorgt (auf gar keinen Fall auf den Kompost geben!). Wird ein Befall erst spät erkannt oder ist gar eine komplette Hecke befallen, so ist eine Spritzung zu empfehlen.
Wirksame Mittel sind z.B. „Schädlingsfrei Neem“, „Calypso“ oder „Spruzit“. Dabei ist darauf zu achten, dass von innen nach außen gespritzt wird und alle Pflanzenteile gut benetzt werden.
Eine weitere Methode stellt das Abspritzen mit einem harten Wasserstrahl dar. Die Raupen werden vom Erdreich abgesammelt und es folgt eine Behandlung mit einem Bacillus-thuringiensis-Präparat .
Nach jeder Pflanzenschutzmaßnahme sollten die Kontrollen weiterhin durchgeführt werden, da eine Wiederholung der Behandlung notwendig sein kann.

Erstaunlich ist das gute Regenerationsvermögen der geschädigten Buchsbäume! Unansehnlich gewordene Pflanzenteile sollten zurückgeschnitten werden. Der Neuaustrieb kann mit Düngegaben gefördert werden. Auch sollten Sie auf eine regelmäßige Wasserzufuhr achten.

 

About Uwe Wetzel

Comments are closed.