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Rasenpflege im Frühjahr

Posted at 8. April 2013 | By : | Categories : News | Kommentare deaktiviert

Oft sehen die Rasenflächen im Frühjahr abgestorben und „verklebt“ aus. Die Rasengräser haben unter der Schneelast, den kalten Temperaturen und der geringen Sonneneinstrahlung sichtbar gelitten. Moose haben während des Winters die Gräser verdrängt und sich ausgebreitet. Ein dichter Wurzelfilz führt dazu, dass die Bodenorganismen nur unzureichend mit Sauerstoff versorgt werden und das Wurzelwachstum der Gräser nicht unterstützen können.

 

Erste Hilfe für Ihren Rasen

Als erste Maßnahme kann die Fläche mit einem festen Laubbesen abgerecht werden. Abgestorbene Halme, verklebte Gräserblätter und Laubreste werden so entfernt. Unmittelbar danach sollte eine erste Düngegabe erfolgen. Eine frühe Düngung (etwa ab Mitte März) unterstützt die Triebkraft der Gräser und sorgt für eine nachhaltige Wiederergrünung des Rasens. Wir empfehlen die Gabe von ca. 100 g/m² eines stickstoffbetonten Rasendüngers (z.B. Oscorna Rasaflor).

 

Das erste Mähen

Da einige Gräser auch noch bei relativ niedrigen Temperaturen wachsen, sieht der Rasen im ausgehenden Winter oft sehr unregelmäßig aus. Der erste Schnitt der Fläche kann daher 1 – 2 Wochen nach der Düngung erfolgen. Die Schnitthöhe wird bereits auf 35 bis 45 mm als Regelwert für den Gebrauchsrasen eingestellt.

 

Der richtige Zeitpunkt zum Vertikutieren

Beim Vertikutieren werden durch einen senkrechten Schnitt eine Reihe von Blatt- und Stengelteilchen abgetrennt. Außerdem wird das Moos entfernt und der Narbenfilz durchschnitten. Für die Rasenfläche bedeutet dies einen ziemlich massiven Eingriff, und so sehen manche Flächen direkt nach dem Vertikutieren zunächst etwas ramponiert aus. Damit sich die Gräser schnell erholen sind entsprechende Wachstumsbedingungen mit der nötigen Temperatur (ab einer Bodentemperatur von ca. 8 Grad) und einer guten Nährstoffversorgung erforderlich. Ein zu frühes Vertikutieren schadet daher mehr als das es nutzt. Eine Düngung ca. 14 Tage vor dem Vertikutieren fördert den schnellen Narbenschluss und lässt Ihre Rasenfläche schnell wieder grün und gesund aussehen.
Beim Vertikutieren ist zu beachten, dass nach der mechanischen Bearbeitung alle losen Pflanzenteile sorgfältig von der Fläche entfernt werden. Ist Ihr Rasen bereits seit längerem nicht mehr vertikutiert worden, so empfiehlt sich eine kreuzweise Behandlung. Weist Ihr Rasen relativ wenig Moos und Grasfilz auf, so reicht in der Regel ein einmaliger Durchgang.
Größere Kahlstellen sollten nachgesät werden. Neigt Ihr Rasen zur Moosbildung, so kann ein Absanden der Fläche die Durchlässigkeit der oberen Bodenschichten erhöhen.

 

Weitere Pflegemaßnahmen

Je häufiger und regelmäßiger Sie Ihren Rasen mähen, desto dichter und strapazierfähiger wird die Grasnarbe. Als Faustregel gilt, dass ca. alle 7 bis 14 Tage gemäht werden sollte. Die optimale Graslänge liegt zwischen 35 und 45 mm. Bei trockener Witterung sollten Sie das Gras eher bis 45 mm wachsen lassen. Nie mehr als 1/3 der Halmlänge abmähen, da sonst die Entwicklung von Moosen und Unkräutern begünstigt wird.
Da beim Schnitt ständig Grasmaterial entfernt wird, benötigt der Rasen auch ständig Nährstoffe um sich über den ganzen Sommer optimal zu entwickeln. Je nach Mähhäufigkeit sollten wir 1-2 Mal in der Vegetationsperiode mit 30 g/m² Stickstoff nachdüngen.

 

Das Verwöhnprogramm für Ihren Rasen

Das Schnittgut sollte nach jedem Mähgang entfernt werden. Wenn Sie nun noch in 6-8 wöchigen Abständen Ihre Rasenfläche mit einem Laubrechen bearbeiten, so entfernen Sie Moose und abgestorbenes Pflanzenmaterial bevor dieses lästig werden kann.

Unkräuter sollten so früh wie möglich entfernt werden. Einzelne Kräuter können gezupft oder herausgestochen werden. Haben die Unkräuter bereits überhand genommen, so hilft nur noch der Einsatz eines selektiven Herbizids.

Während die Düngegaben das Wachstum der Gräser fördern, verbessert das Ausbringen von Oscorna-Bodenaktivator die Lebensgrundlage Ihres Rasens. Die Anteile von Gesteinsmehl sowie Bentonit verbessert die Bodenstruktur, den Wasser-, Luft- und Wärmehaushalt und aktiviert so das Bodenleben. Durch den Anteil an Algenkalk wird der pH-Wert angehoben und auf einem schwach sauren Niveau stabilisiert. Die erste Gabe sollte im Frühjahr zusammen mit der ersten Düngung erfolgen, die zweite Gabe im Frühherbst, um den Rasen für den Winter fit zu machen.

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